Studienfahrt des Lateinkurses Jhg. 7 nach Xanten vom 28.04. – 30.04.2016

Icon_BerichtDrei Tage in der Welt der Römer
Ein Artikel von Julia M. Walter Klasse 7a

Am Mittwoch begann unsere Reise, frühmorgens schon sind wir losgefahren. Es folgten vier Stunden Zugfahrt nach unserer Abfahrt am Hauptbahnhof. Als wir dann in Xanten ankamen, waren alle schon sehr gespannt.
Nachdem wir in der Jugendherberge unsere Koffer abgestellt hatten, gingen wir zum archäologischen Park, dem APX (Archäologischen Park Xanten). Dort durften wir uns dann erstmal in kleinen Gruppen einen Überblick über die riesige Anlage verschaffen. Es stehen ein riesiges Museum, welches in der Form einer Therme gebaut worden war, ein Amphitheater, ein Tempel und noch viele weitere Gebäude und Rekonstruktionen in dem Park. Bevor wir uns alles genauer angeschaut haben, bekamen wir eine Führung durch das Museum.
In der Führung ging es viel um das Leben eines Legionärs, wir durften sogar die Ausrüstung anprobieren und hatten einen kleinen Kampf mit den Waffen (es ist niemand zu Schaden gekommen, wir haben alle heil wieder nach Hamburg mitgebracht.). Es war auch ziemlich verblüffend, wie viel die Legionäre eigentlich auf ihren Märschen mit sich tragen mussten.
Als die Führung vorüber war, haben wir auch noch auf eigene Faust das Museum erkundet, beeindruckend waren dabei die teils noch erhaltenen, teils rekonstruierten Fundamente und Überreste von Thermen, die sehr aufwendig restauriert worden sind.
Aber dann war der Tag auch schon vorbei, wir sind dann den Weg wieder zurück zur Herberge gegangen und haben dort römische Spiele ausprobiert. Diese wurden hauptsächlich mit Nüssen und Bohnen gespielt, also ein sehr großer Unterschied zu den heutigen Spielen.

Am Donnerstag, unserem „Haupttag“, waren wir wieder im Park und haben uns dort Handwerkshäuser, eine Gaststätte mit eigenen Thermen und den Hafentempel genauer angeschaut. Die Handwerkshäuser waren so aufgebaut, dass unten der Laden bzw. die Werkstatt und im Obergeschoss die Wohnung war. In den Wohnungen sah es ziemlich schlicht aus. Nur ein paar einfache Möbel waren vorhanden und meist nicht mal ein richtiges Bett. Es gab eigentlich nur eine Wohnstube und ein kleines Schlafzimmer.  Ein Badezimmer oder fließendes Wasser gab es nicht.
Die Gaststätte hingegen war sehr edel und komfortabel eingerichtet: ordentliche Betten, ein kleiner Ofen (eine stehende Schale mit Kohlen) und mit Mustern bemalte Wände (Fresken). Auch das dazugehörige Bad war kunstvoll mit Wandbemalungen verziert.

Auch der Hafentempel, der zum Teil rekonstruiert worden war, war mit großen, prächtigen Säulen verziert. Sonst war er aber eher schlicht gehalten, wobei man sagen muss, dass er auch nur zum Teil rekonstruiert wurde, man also gar nicht alles betrachten konnte.
Eine Besonderheit war allerdings, dass er auf seinem alten Fundament aufgebaut wurde (natürlich wurde alles mit Säulen abgestützt) und man konnte es sogar anschauen.
Doch dann sind wir auch schon für das Mittagessen zurück in die Jugendherberge gegangen.

Nach dem Mittagessen hatten wir dann ein Aktionsprogramm: römische Kleidung. Wir haben die typische Kleidung von Kaufleuten, Sklaven, Rittern, etc. anprobiert. Die Kleidung war zum größten Teil aus Leinen und Wolle. Und es waren einfache Schnitte. Die Tuniken waren meist rechteckig geformt und hatten Löcher für Kopf und Arme. In der Taille wurden sie dann mit einem Gürtel aus Stoff gebunden. Aber wir mussten dann auch schon wieder zurück, zum Abendbrot.

Am Abreisetag waren wir noch einmal für ein paar Stunden im Park. Zum Abschluss der Kursfahrt gab es ein weiteres Aktionsprogramm: Schreiben wie die Römer.
Wir haben uns aus Holz eine Art Bilderrahmen zusammengebaut und in die Vertiefung Wachs hineingegossen. Dann haben wir Holzstäbchen geschliffen, sodass sie an einem Ende zwei platte Seiten hatten. Das andere Ende wurde zugespitzt.
Dann haben wir in das erkaltete Wachs mit dem Holzstift lateinische Sprichwörter geritzt.
Es war ein, wie ich finde, sehr schöner Abschluss für unsere kleine Reise und ich glaube, dass mir jeder zustimmen würde, wenn ich sage: Das war eine sehr tolle Fahrt!