Die lange Nacht der Mathematik

Freitag, der 22. November 2019 17:00 Uhr: Insgesamt 73 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen strömen mit Luftmatratze oder Isomatte und Schlafsack Richtung Haus A, um eine ganze Nacht lang Matheaufgaben zu lösen. Im zweiten Stock richten sich dann viele Schülerinnen und Schüler ihre Schlafplätze in den Klassenzimmern ein, schieben dafür Tische und Stühle entsprechend zurecht, pumpen ihre Luftmatratze auf oder rollen ihre Schlafsäcke aus. Insgesamt liegt  eine Aufgeregtheit in der Luft: Wie wird es sein, sich eine Nacht lang mit Mathe zu beschäftigen? Wie schwer werden die Aufgaben?

Um 18:00 Uhr dann der Starschuss: Die lange Nacht der Mathematik beginnt. Insgesamt 10 Aufgaben sind pro Runde zu lösen, es gibt maximal 3 Runden. Jede Klassenstufe bekommt ihre eigenen Aufgaben.  Die Aufgaben stellen sich als sehr knifflig heraus. In Viererteams versuchen die Schülerinnen und Schüler, sich den Aufgaben zu nähern. Nach dem Überblick ging es dann ans Rechnen, Knobeln, Lösen. Genutzt wurden alle zur Verfügung stehenden Hilfsmittel: Papier wurde gefaltet und durchgeschnitten, Springseile zusammengelegt, Smartboard und Whiteboard intensiv genutzt. Sobald man dachte, alle zehn Aufgaben gelöst zu haben, ging es zur Online-Eingabe: Die Lösungen mussten in einem bestimmten Format in die Lösungsfelder eingetragen werden. Dann kam der spannende Moment: Nach dem Losschicken der Lösungen kam sogleich die Rückmeldung. Die grün markierten Felder zeigten an, dass die Aufgabe richtig gelöst wurde, die rot markierten, dass hier etwas falsch war. War eine Aufgabe falsch gelöst, wurde man für 10 Minuten gesperrt. Es ging also wieder zurück zu den falsch gelösten Aufgaben. Wurde hier nur eine falsche Eingabe gemacht, wurde falsch gerechnet oder war der Lösungsansatz falsch?

Um 21:30 Uhr gab es dann für alle eine kurze Pause . Um wieder neue Energie tanken zu können, gab es für alle Pizza, die dankenswerter Weise der Schulverein gesponsort hat. Danach ging es wieder an die Aufgaben.

Insgesamt blieben viele Schülerinnen und Schüler die ganze Nacht wach, einige knobelten die gesamten 12 Stunden an den gestellten Matheaufgaben, andere machten immer wieder auch Pause mit Musik, wenige gingen wenigstens ein paar Stunden schlafen. Am Samstag um spätestens 7:15 Uhr waren dann alle Teilnehmer wieder „wach“, die Klassenräume aufgeräumt und alle konnten müde, aber zufrieden nach Hause gehen.  Insgesamt war die Stimmung innerhalb der Schülerinnen und Schüler sehr gut. Viele haben noch in den nächsten Tagen ihren Freuden von der Nacht der Mathematik erzählt, einige haben zudem schon geäußert, dass sie nächstes Jahr auf jeden Fall wieder bei der langen Nacht der Mathematik mitmachen würden. Dieser Wunsch ist mit großer Freunde in der Mathefachschaft aufgenommen worden. Somit war es in diesem Jahr zwar dir erste, aber vielleicht ja nicht die letzte Nacht der Mathematik am Gymnasium Osterbek.