Keilschrift-Workshop der Klasse 6b

Icon_BerichtFrau Prof. Michel aus Frankreich zu Besuch am Gymnasium Osterbek

Heute tauchte die Klasse 6b in die Welt der Sumerer und Babylonier ein, also in die Zeit von vor ca 5.500 Jahren. Dank der Vermittlung von Herrn Depreux kam nämlich Frau Prof. Michel aus Frankreich zu Besuch, eine ausgewiesene Spezialistin für Keilschrift und Mitglied des Sonderforschungsbereichs „Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa“ der Universität Hamburg. Sie erklärte den Schülerinnen und Schülern die Entstehungsgeschichte der uralten Schrift, wo und wofür sie verwendet und wie sie gelehrt wurde. Die Babylonier nutzten weichen Ton, in den sie ihre Schriftzeichen mit Hilfe eines hölzernen Stempels eindrückten. An der Luft trockneten die Täfelchen dann und waren so haltbar, dass man sie bis heute bei archäologischen Ausgrabungen findet.

Frau Prof. Michel zeigte Fotos von jahrtausendealten „Briefen“ (Tontäfelchen in Umschlägen, die auch aus Ton waren), Land- und Sternenkarten, die in Ton eingeprägt waren, und mathematische Berechnungen.

Dann ging es ans Selberschreiben. Die Schülerinnen und Schüler erhielten eine Liste von Schriftzeichen, also fast so etwas wie ein Alphabet. Die einzelnen Keilschriftzeichen geben entweder einen Buchstaben oder eine Silbe wieder, sie passen aber nicht ganz genau zu unseren Buchstaben oder Silben. Um den eigenen Namen zu schreiben, musste also manchmal improvisiert werden. Es wurde der Klang des Namens abgebildet. Und so sahen die Namensschilder von Aljoscha, Iris und Laura in Keilschrift aus: