Die Nacht der Künste am Gymnasium Osterbek

Icon_BerichtAm 29. Januar 2015 war es gegen 20 Uhr endlich soweit:

In der lang ersehnten Nacht der Künste zeigten einige Oberstufen-SchülerInnen des Gymnasiums Osterbek und Freunde benachbarter Gymnasien in unterschiedlich kurzen Theaterbeiträgen und selbstverfassten Texten ihre Sicht auf die Welt, mal witzig und skurril, mal mitreißend und traurig, begleitet von einer durchgehend souverän improvisierenden Moderation. Maite Schulz, Jannik Buddenberg, Lars Leo Grätz, Lisa-Marie Erstling, Nisa-Nur Evren, Fabio Venegas, Arne Weise, Theodor Schmidt, Nathanael Anderfuhren, Anika Krause und Marcel Kluth bewiesen in teils stark postdramatisch geprägten Beiträgen Spielfreude, Einsatz und eine Menge Professionalität in Auftritt und Präsenz.

Bleibt nur zu hoffen, dass diese Veranstaltung nicht die letzte ihrer Art war!

Einen herzlichen Dank für diesen gelungenen Abend!

Für die Fachschaft Theater

Felix Schwarzbold

Anika Krause, Mit-Initiatorin der Nacht der Künste, beschreibt die Planung und Umsetzung der Nacht der Künste wie folgt:

Nacht_der_KuensteIch habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, selber einmal die Regie für ein Stück zu führen. In meinem Kopf schwirrten unendlich viele Ideen für Stücke herum und ab und zu schrieb ich etwas auf. Als mir eines Tages spontan klar wurde, dass ich bald nicht mehr zur Schule gehen, sondern studieren oder reisen würde, wusste ich, dass ich jetzt noch die Chance hätte, eine Eigenproduktion zu starten und am Gymnasium Osterbek meine Stücke vorzuführen. Ich stellte mir eine Theaternacht vor mit vielen verschiedenen Stücken. Allerdings traute ich mir das alles nicht alleine zu. Ich fragte meine beste Freundin Nisa-Nur Evren, ob sie mitmachen wolle. Sie war sofort begeistert. Es dauerte nicht mehr lange und wir organisierten alles. Nisa beschaffte uns ein Technik-Team und ich schaute mich nach den SchauspielerInnen um. Wir probten ziemlich oft und ich bemerkte langsam, wie viel Spaß es mir macht, aus einem einzigen Text eine Show zu machen. Der Job als Regisseurin stand mir gut, aber um die Nacht der Künste noch bunter zu machen, fragte ich Nisa und Marcel, ob sie nicht auch eigene Texte vorführen wollen. Somit füllte sich das Programm. Ein paar Wochen später stand alles fest und ich war noch nie so aufgeregt.

Die Nacht der Künste war meine Chance, den Menschen eine Message mitzuteilen. Meine Stücke waren alle postdramatisch, weil mir diese Theaterform sehr gut gefällt, man hat einen sehr großen Spielraum, Gefühle und Themen abstrakt darzustellen und das Publikum kann so viel hineininterpretieren. Außerdem wollte ich die Zuschauer zum Nachdenken anregen.

Als die Nacht der Künste vorbei war, konnte ich nicht fassen, dass meine Schauspieler (die auch meine Freunde sind) und ich soeben so eine tolle Performance hingelegt hatten. Es lief besser als bei der Generalprobe und vor allem berührten mich die Reaktionen des Publikums bei manchen Stellen in meinen Stücken. Das Feedback war auch sehr positiv (allerdings hätte ich auch gerne Kritik gehört).

Die Nacht der Künste hat mir gezeigt, dass Durchhaltevermögen, Nerven wie Drahtseile, Engagement und die Lust auf Gesang, Schauspiel und Tanz zu einem tollen Ergebnis führen können.

Anika Krause