Brief an den Regisseur Kurt Held

Am 07.11.2018 machten sich die siebten Klassen mit ihren Deutschlehrern auf den Weg ins Thalia Theater, um sich den im Unterricht thematisierten Jugendroman „Die rote Zora“ von Kurt Held auf der Bühne anzuschauen. Dem Regisseur der Theaterinszenierung hat David Klug einen Brief geschrieben, in dem er seine Sicht auf das Stück deutlich macht.:

Sehr geehrter Herr Birkmeir,

am 07.11.2018 habe ich mit meinen MitschülerInnen des 7. Jahrgangs Ihre Inszenierung der „Roten Zora“ am Thalia Theater gesehen. Zur Vorbereitung haben wir das Buch in der Klasse gelesen und viel darüber gesprochen. Ich habe mich sehr darauf gefreut, das Stück zum Roman sehen zu können.

Natürlich habe ich mir beim Lesen die Charaktere und Orte gut vorstellen können. Ihre Umsetzung der einzelnen Figuren ist Ihnen sehr gut gelungen und die Kostüme haben gut gepasst (außer Zlata, die hatte ich mir mit langen Haaren vorgestellt).

Was ich zudem toll fand, war, dass Zoras Bande sich genauso frech und mutig verhielt wie im Roman.

Ich war schon mehrfach im Thalia und weiß, dass oft mit wenigen Requisiten gearbeitet wird. Mir fehlte aber die Größe und Ausstattung des Verstecks der Bande.

Um ein gesamtes Buch aufzuführen, müsste ein Theaterstück sehr lang sein. Sie haben einige Personen und auch Situationen weggelassen, die für das Verständnis des Romans wichtig sind. Ihr Stück haben Sie so gekürzt, dass es aber für die Geschichte nicht nötig war, von diesen Personen oder Vorkommnissen zu erzählen.

Meine persönliche Lieblingsszene im Stück war die Zeitlupenprügelei: Die Mimik und Gestik  der Darsteller war super.

Im Roman gefiel mir die Szene mit den Kürbisgeistern bei Begovic. Ich war gespannt, wie das auf der Bühne aussehen würde. Leider war diese Szene nicht dabei.

Insgesamt hat mir die Inszenierung sehr gut gefallen und die Geschichte hat mich mitgenommen. Die Musik passte zu den einzelnen Szenen. Ich denke, vielen meiner Freunde würde das Stück auch gefallen, weil es lustig, spannend und modern umgesetzt wurde.

Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch im Thalia Theater!

Viele Grüße

David Benjamin Klug (7a), Hamburg, 09.11.2018