Unser Ziel: Mehr Qualität

Icon_InfoDie Weiterentwicklung der Hamburger Gymnasien ist durch den mit der Schulzeitverkürzung verbundenen Umbau zu offenen Ganztagsschulen und durch die Zielvorgabe des Orientierungsrahmens Schulqualität bestimmt. Die bundesweite Umstellung klassischer Rahmenpläne auf kompetenzorientierte Anforderungen, verbunden mit zentralen Lernstandserhebungen, greift unmittelbar in die Unterrichtskultur ein. Die Umsetzung dieser schulpolitischen Vorgaben erfolgt an den Schulen im Rahmen höherer Eigenständigkeit als „Selbstverantwortete Schule“ (SvS). Gesteuert werden die Veränderungen über Ziel- und Leistungsvereinbarungen. Sie werden outputorientiert durch vierjährige Untersuchungen der Schulinspektion beobachtet und bewertet. Das Gymnasium Osterbek bewältigt diese außerordentliche Herausforderung im Rahmen dieser Arbeitsfeldbeschreibung:

Am Gymnasium Osterbek sollen die Strukturen, das betrifft insbesondere die räumliche Ausstattung, die Rhythmisierung des Tages und die methodisch/didaktische Ebene, so verändert werden, dass das eigenständige und kompetenzorientierte Lernen Bestandteil der Unterrichtskultur ist.

So bearbeiten wir das Arbeitsfeld Schulentwicklung: Ausgangspunkt ist ein Qualitäts-Management-Prozess. Die erweiterte Schulkonzeptgruppe, beteiligt ist die Schulleitung, bearbeitet ausgewählte Qualitätsmerkmale des Orientierungsrahmens Schulqualität nach den Kriterien:

  • Ist-Zustand
  • Stärken
  • Optimierungspotenziale

Maßnahmen

Eine Konferenz unter Beteiligung von Lehrer, Eltern und Schülern sichtet diese Ergebnisse und legt eine Rangfolge für die Umsetzung fest.

Die Schulkonzeptgruppe erarbeitete einen Zeitplan für die Umsetzung, leitete die Ziel- und Leitungsvereinbarungen ab und begleitet den Entscheidungsprozess in den schulischen Gremien.

Das schulinterne Entwicklungsprogramm musste u.a. durch die Schulstrukturdebatte um die Einführung einer Primarschule, die Präsentationsprüfungen im Abitur, die Lernentwicklungsgespräche und auch das Konzept „Fördern statt Wiederholen“ immer wieder nachgesteuert werden.

So setzen wir unsere Vorhaben innerhalb des Arbeitsfeldes um: Grundlage ist eine Projektmanagementstruktur.

Die großen Teilprojekte

  • Beteiligung am Schulversuch „alles»könner, Kompetenzen entwickeln“
  • Konzept für Begabtenförderung
  • Konzept für die Umsetzung von „fördern statt wiederholen“
  • Lern- und Arbeitsumgebung
  • Profiloberstufe

werden in überschaubare Arbeitspakete aufgeteilt. Die Schulleitung legt vor dem Hintergrund der Ressourcen mit den jeweils verantwortlichen Mitgliedern der erweiterten Schulkonzeptgruppe konkrete Inhalte und eine Zeitleiste fest. Die Arbeit in den großen Teilprojekten verläuft vernetzt, da sich die Entwicklungen der Lernumgebung und der Unterrichtsentwicklung wechselseitig beeinflussen.

Unzufriedenheit in einem Bereich, z.B. die Unterrichtssituation an langen Schultagen im achtstufigen Gymnasium, löst in der Lernumgebung Veränderungen aus, Doppelstunden als Regelform. Doppelstunden ermöglichen und erfordern wiederum neue Unterrichtsformen mit gesteigerter Möglichkeit zur Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und Schüler, kooperative Lernformen. Kooperative Lernformen erlauben den Lehrerinnen und Lehrern eine zusätzliche Rolle im Unterricht, die des Lernbegleiters, der einzelne Schüler beobachten und beraten kann, Phasen individualisierten Unterrichts.

Diese Veränderungen finden in der Schulgemeinschaft eine hohe Akzeptanz, da sie problemlösend wirken. Die Fachschaften haben die bereits im Unterricht gesammelten Erfahrungen mit kooperativen Lernformen fachbezogen ausgewertet und ergiebige Lernformen oft an Inhalte oder wiederkehrende Unterrichtssituationen gebunden, festgeschrieben und verbindlich gemacht. Im nächsten Schritt werden Unterrichtsvorhaben, die in den am Schulversuch beteiligten Fächern erarbeitet wurden, etabliert. Damit ist ein Meilenstein erreicht. Ebenso wie die Absprachen der Jahrespläne, werden die Fachkonferenzen künftig stets auch den Einsatz dieser Unterrichtsvorhaben begleiten, auf ihren Ertrag hin prüfen und weiter entwickeln. Die organisatorischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Kolleginnen und Kollegen sind daher folgerichtig auch ein Schwerpunkt innerhalb der kommenden Schuljahre.

Ulrich Cain